Projektbeschreibung
Los 1A
Der 9,05 km lange Fildertunnel besteht aus zwei parallel geführten Einspurröhren und verbindet den Südkopf des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart mit der Filderebene. Der Tunnel gliedert sich in drei Teile:
- Der Obere Fildertunnel wurde mittels mit Hilfe einer Schildmaschine im Multi-Mode aufgefahren.
- Der Mittlere Fildertunnel wurde auf einer Länge von 1,1 km den Oberen und den Unteren Bunten Mergel durchqueren und in NÖT-Bauweise realisiert.
- Der Untere Fildertunnel, mit einer Länge von 4,1 km, durquerte den anhydritführenden unausgelaugten Gipskeuper. Dafür musste die eingesetzte TVM zu einer offenen Schildmaschine umgebaut werden.
Los 1B
Die Zuführung Ober-/Untertürkheim wird mit ihren zwei parallel geführten Einspurtunneln die Südausfahrt des neuen Tiefbahnhofs mit der bestehenden Strecke verbinden. Die Zuführung besteht aus einem Haupttunnel, der vom Verzweigungsbauwerk am nördlichen Ende des Unteren Fildertunnels in Richtung Osten bis zu den Verzweigungsbauwerken Wangen führt. Kurz vor Wangen liegt der Zwischenangriff-Schacht Ulmer Straße, über den der Haupttunnel nach Westen und Osten bis zu den Verzweigungsbauwerken Wangen ausgebrochen wird. Von Wangen führt ein Ast in Richtung Norden, wo er nach etwa 1 km die offene Bauweise der Baugrube Untertürkheim erreicht. Ein zweiter Ast führt von der Verzweigung Wangen nach Südost und endet nach knapp 1,4 km in der Baugrube Obertürkheim.
Bei der Rettungszufahrt „Hauptbahnhof Süd“ führt ein 240 m langer Zugangstunnel direkt in ein komplexes Verzweigungsbauwerk, in dem unmittelbar vor dem Tiefbahnhof vier Tunnelröhren in zwei zweigleisige Großtunnel münden. Dieser Abschnitt liegt mit Überdeckungen zwischen 20 m und 55 m direkt unter dicht bebautem Gebiet und wurde mit vorlaufenden Pfeilerstollen errichtet.
Ort: Baden-Württemberg, Deutschland
Bauherr: DB Netz AG
Auftraggeber: ARGE ATCOST21 (PORR / G. Hinteregger & Söhne / Östu-Stettin / Swietelsky Tunnelbau
Leistungszeitraum: 2012 – 2022
GEODATA Leistungen:
Im Auftrag der ARGE ATCOST21 wurden wir in Bietergemeinschaft mit Angermeier Ingenieure für dieses komplexe Großbauvorhaben mit sämtlichen Vermessungsleistungen beauftragt. Zum Leistungsumfang gehörten die gesamte Bau- und Vortriebsvermessung einschließlich der Netz- und Kontrollvermessung, , Kreiselmessungen, Tunnellaserscanner-Aufnahmen, geotechnischen Messungen mittels 3D-Verschiebungsmessungen, Nivellements und die Lieferung und Einbau der geotechnischer Instrumentierung mit automatischer Datenerfassung. Neben unserer bewährten Tunnelvermessungssoftware EUPALINOS gelangte auch unser Datenmanagementsystem KRONOS zum Einsatz.